Pressemitteilung Nr. 563 vom 05.09.2019

Wanderausstellung „GIGANTISCH klein“ im Naturkundemuseum Potsdam

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des Kopfes eines Pinselfüßers
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des Kopfes eines Pinselfüßers
Der 0,3 mm breite Kopf eins Pinselfüßers (© Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz/ Foto: V.Hampe)

Einblicke in die winzig kleine Lebenswelt von Bodentieren gewährt bis zum 31. August 2020 eine Wanderausstellung des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz im Naturkundemuseum Potsdam. Gezeigt werden 35 elektronenmikroskopische Aufnahmen, die durch ihre Vergrößerung gigantische Monster oder grazile Schönheiten zum Vorschein bringen.

Mit dem bloßen Auge sind Gestalt und Körperdetails der kleinen Bodentiere nicht zu erkennen. Doch durch die bis zu 200000-fach vergrößerten Aufnahmen werden sie sichtbar. Milben, Pinselfüßer und Moosskorpione werden nach ihrer rasterelektronenmikroskopischen Aufnahme mit einem Bild-Bearbeitungsprogramm eingefärbt. Das Rasterelektronenmikroskop wird in der Wissenschaft eingesetzt, um Körperstrukturen besser zu unterscheiden und verschiedene Arten voneinander abzugrenzen. Vor allem kleinste Details und Strukturen, die man auch durch normale Mikroskope nicht erkennen könnte, werden mit diesem Verfahren sichtbar gemacht. Die Forscherinnen und Forscher entdecken bei ihrer Arbeit immer wieder besonders schöne Untersuchungsobjekte, die mit dieser Ausstellung für jedermann sichtbar werden.

Die meisten Bodentiere erfüllen wichtige Aufgaben bei der Zerkleinerung organischer Substanzen. Durch ihre Arbeit zersetzt sich beispielsweise Falllaub, sodass wichtige Nährstoffe wieder in die Böden gelangen und der Pflanzenwelt zur Verfügung stehen.

 

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